18+. Vorschauangaben: Bonus, Sterne und Bewertungszahlen sind vom Auftraggeber vorgegeben und nicht unabhängig bestätigt. Maßgeblich sind die aktuellen Bedingungen des Anbieters. Verfügbarkeit und Bedingungen hängen vom Aufenthaltsort ab. Glücksspiel birgt finanzielle Risiken.
18+. Vorschauangaben: Bonus, Sterne und Bewertungszahlen sind vom Auftraggeber vorgegeben und nicht unabhängig bestätigt. Maßgeblich sind die aktuellen Bedingungen des Anbieters. Verfügbarkeit und Bedingungen hängen vom Aufenthaltsort ab. Glücksspiel birgt finanzielle Risiken.
18+. Vorschauangaben: Bonus, Sterne und Bewertungszahlen sind vom Auftraggeber vorgegeben und nicht unabhängig bestätigt. Maßgeblich sind die aktuellen Bedingungen des Anbieters. Verfügbarkeit und Bedingungen hängen vom Aufenthaltsort ab. Glücksspiel birgt finanzielle Risiken.
Werberegeln klingen nach einem Thema für Juristen und sind in der Praxis ein Werkzeug für Spielende: Wer die Grenzen kennt, erkennt an einer Anzeige schon vor jeder Prüfung, ob ein Angebot in den deutschen Rahmen passt. Diese Seite ordnet die Vorgaben und zeigt, worauf man achtet.
Warum diese Regeln Spielende etwas angehen
Vorgaben für Werbung dienen zunächst dem Schutz von Jugendlichen und von Personen, die sich sperren ließen. Daneben haben sie einen Nebeneffekt, der im Alltag mehr nützt als jede Broschüre: Sie erzeugen ein erkennbares Muster. Wer dieses Muster kennt, sortiert unzulässige Angebote aus, bevor er überhaupt nach einer Erlaubnis sucht.
Der Grund ist einfach. Ein Veranstalter mit deutscher Erlaubnis riskiert diese Erlaubnis, wenn er die Werbegrenzen überschreitet. Ein Anbieter ohne Erlaubnis hat nichts zu verlieren und wirbt entsprechend ungehemmt. Deshalb korreliert der Ton einer Anzeige recht gut mit der Rechtslage dahinter.
Die Grundlinien
Glücksspielwerbung darf sich nicht an Minderjährige richten und nicht an Personen, die im Sperrsystem eingetragen sind. Sie darf nicht irreführen und nicht dazu auffordern, Verluste durch weiteres Spielen auszugleichen. Hinweise auf Suchtrisiken und auf Beratungsmöglichkeiten gehören dazu, nicht als Kleingedrucktes am Rand, sondern als Bestandteil der Botschaft.
Für Bonusangebote gilt eine zusätzliche Linie: Sie dürfen nicht ohne die zugehörigen Bedingungen beworben werden. Eine Summe ohne Angabe dessen, was dafür verlangt wird, ist damit außerhalb des Rahmens. Genau das ist der nützlichste Prüfpunkt überhaupt, weil er sich in zwei Sekunden anwenden lässt.
Unzulässig ist ebenso der Eindruck, Glücksspiel sei eine Lösung für finanzielle Fragen oder ein Weg zu sozialem Ansehen. Darstellungen, in denen Gewinne den Lebensstandard verändern, verstoßen gegen diesen Grundsatz. Auch das ist an einer Anzeige meist unmittelbar sichtbar.
Zeitliche und medienbezogene Schranken
Für virtuelle Automatenspiele und Onlinepoker ist Werbung in Rundfunk und Internet zwischen 6 und 21 Uhr unzulässig. Das erklärt, warum entsprechende Anzeigen tagsüber im Fernsehen fehlen und abends auftreten. Es erklärt auch, warum Werbung in diesen Spielformen deutlich stärker auf Suchmaschinen und Fachseiten verlagert ist als auf Massenmedien.
Symbolbild · KI-generierte Illustration
Für Sportwetten gelten eigene Vorgaben, insbesondere im Umfeld von Übertragungen und bei Wetten während eines laufenden Spiels. Wer Anzeigen vergleicht, sollte deshalb nicht von einer Spielform auf die andere schließen: Was bei Wetten zulässig ist, kann bei Automatenspielen unzulässig sein und umgekehrt.
Dass eine Anzeige abends im Fernsehen läuft, sagt nichts über die Erlaubnis des Absenders. Die zeitliche Schranke ist eine von mehreren Bedingungen, nicht ein Nachweis.
Vergleichsseiten und Partnerwerbung
Auch Seiten, die Angebote vorstellen und dafür vergütet werden, unterliegen diesen Grenzen. Eine Darstellung, die eine Bonussumme groß zeigt und die Bedingungen weglässt, entspricht ihnen nicht, unabhängig davon, wer sie veröffentlicht. Dasselbe gilt für Versprechen über die Geschwindigkeit von Auszahlungen oder über eine garantierte Seriosität.
Für Lesende folgt daraus ein brauchbarer Maßstab. Eine Seite, die über Mechanik, Grenzen und Prüfwege schreibt, arbeitet innerhalb des Rahmens. Eine Seite, die mit Zahlen ohne Quelle, mit Bewertungen ohne Grundlage und mit Dringlichkeit arbeitet, tut es nicht, und das ist auch ohne Rechtskenntnisse zu erkennen.
Woran unzulässige Werbung erkennbar ist
Die folgenden Punkte tauchen in der Praxis am häufigsten auf. Keiner davon ist ein juristischer Beweis, zusammen ergeben sie aber ein verlässliches Bild.
Eine Bonussumme ohne jede Angabe zu Bedingungen oder Fristen
Formulierungen wie garantiert, sofort oder sicher im Zusammenhang mit Gewinnen
Aufforderungen, einen Verlust durch weiteres Spielen auszugleichen
Darstellungen, die Glücksspiel als Einkommensquelle zeigen
Werbung in Umgebungen, die sich erkennbar an Jugendliche richtet
Fehlender Hinweis auf Suchtrisiken und auf Beratungsangebote
Druck durch ablaufende Uhren oder angeblich letzte Plätze
Werbung an gesperrte Personen
Wer im bundesweiten System eingetragen ist, darf nicht beworben werden. Das betrifft Rundbriefe, Erinnerungen an ein ruhendes Konto und zielgerichtete Anzeigen. In der Praxis kommt es dennoch vor, meist weil Verteilerlisten nicht abgeglichen wurden.
Betroffene müssen das nicht hinnehmen. Die Nachricht lässt sich mit Datum und Absender sichern und bei der Aufsicht melden; parallel ist eine Beschwerde beim Anbieter sinnvoll, weil dort die Liste gepflegt wird. Für die Wirksamkeit der Sperre selbst ändert eine solche Nachricht nichts, der Zugang bleibt verschlossen.
Werbeaussage und was dahinter steht
Aussage
Einordnung
Bonus in Höhe einer Summe, keine Bedingungen genannt
entspricht den Vorgaben nicht
Auszahlung in Minuten versprochen
Zusage über einen Ablauf, der von Prüfungen abhängt
Mit deutscher Lizenz, ohne Betreibernamen
nicht überprüfbar, Name im Verzeichnis nötig
Siegel oder Flagge als Nachweis
Grafik ohne rechtliche Bedeutung
Live-Tische in deutscher Sprache beworben
passt nicht zur Automatenerlaubnis
Hinweis auf Risiken und Beratung vorhanden
Pflichtbestandteil, kein Qualitätsmerkmal
Warum Bonuswerbung der schwierigste Punkt ist
Ein Bonus ist eine Zuwendung mit Gegenleistung, und die Gegenleistung ist Umsatz. Deshalb lässt sich seine Höhe ohne die Bedingungen nicht beurteilen: Derselbe Betrag kann eine nützliche Verlängerung der Spielzeit sein oder eine Verpflichtung, die den Betrag mehrfach durch das Spiel schickt.
Symbolbild · KI-generierte Illustration
Aus dieser Mechanik folgt die Vorgabe, Bedingungen mitzunennen. Für Spielende heißt das umgekehrt, dass drei Angaben zusammengehören: die Summe, der verlangte Umsatz und die Frist. Fehlt eine davon, ist die Zahl ohne Aussage, und eine Entscheidung auf dieser Grundlage ist keine Entscheidung.
Konkrete Werte nennen wir hier nicht, weil sie von Anbieter und Aktion abhängen und laufend geändert werden. Wer sie wissen will, findet sie in den Bedingungen des jeweiligen Angebots, und dort gehören sie auch hin. Jede Zahl aus zweiter Hand ist zum Zeitpunkt des Lesens möglicherweise schon falsch.
Wohin mit einer Beschwerde
Für Werbung, die gegen die Vorgaben des Staatsvertrags verstößt, ist die Glücksspielaufsicht der Länder die zuständige Stelle. Sie prüft Angebote und Werbung und kann gegen Veranstalter vorgehen, auch gegen solche ohne Erlaubnis. Eine Entscheidung über einzelne Zahlungsansprüche trifft sie dabei nicht.
Hilfreich ist eine saubere Dokumentation: Datum, Uhrzeit, Medium, Absender, Wortlaut und ein Abbild der Anzeige. Ohne diese Angaben läuft eine Meldung ins Leere, weil Anzeigen zielgerichtet ausgespielt werden und später nicht mehr auffindbar sind.
Anzeige mit Datum, Uhrzeit und Medium festhalten
Absender und, wenn erkennbar, den Betreibernamen notieren
Prüfen, ob der Betreiber im amtlichen Verzeichnis steht
Meldung an die Aufsicht richten und die Unterlagen beifügen
Bei Werbung trotz Sperre zusätzlich den Anbieter anschreiben
Häufige Fragen
Darf im Fernsehen überhaupt für Automatenspiele geworben werden?
Zwischen 6 und 21 Uhr ist Werbung für virtuelle Automatenspiele und Onlinepoker in Rundfunk und Internet unzulässig. Außerhalb dieses Zeitraums ist sie möglich, muss aber die inhaltlichen Vorgaben erfüllen. Dazu gehören der Hinweis auf Risiken und das Verbot irreführender Darstellungen.
Warum sehe ich Bonusangebote ohne Bedingungen?
Weil sich nicht jeder Absender an die Vorgaben hält, besonders Angebote ohne deutsche Erlaubnis. Genau das macht die Beobachtung nützlich: Eine Summe ohne Bedingungen ist ein Hinweis darauf, dass der Absender außerhalb des Rahmens arbeitet. Der nächste Schritt ist dann der Abgleich im amtlichen Verzeichnis.
Gelten die Regeln auch für Beiträge in sozialen Netzwerken?
Ja, die Vorgaben knüpfen an die Werbung an, nicht an das Medium. Ein bezahlter Beitrag oder eine Empfehlung mit Vergütung ist Werbung und unterliegt denselben Grenzen. Fehlt die Kennzeichnung, kommen zusätzlich die allgemeinen Regeln zur Kennzeichnung bezahlter Inhalte hinzu.
Was kann ich tun, wenn ich trotz Sperre Werbung erhalte?
Die Nachricht sichern, den Absender notieren und beides an die Aufsicht melden, zusätzlich den Anbieter anschreiben. Die Sperre selbst bleibt davon unberührt und wirkt weiterhin gegenüber allen Veranstaltern mit deutscher Erlaubnis. Ein Zugang entsteht durch eine solche Nachricht nicht.
Ist ein Hinweis auf Beratungsangebote ein Qualitätszeichen?
Nein, er gehört zu den Pflichten und sagt über die Güte eines Anbieters nichts. Umgekehrt ist sein Fehlen ein deutliches Zeichen dafür, dass die Vorgaben nicht beachtet werden. Nützlich ist der Hinweis also vor allem als Ausschlusskriterium.
Darf ein Anbieter mich an ein ruhendes Konto erinnern?
Erinnerungen an ein bestehendes Konto sind Werbung und unterliegen denselben Grenzen, insbesondere dem Verbot, zum Ausgleich von Verlusten aufzufordern. An gesperrte Personen dürfen solche Nachrichten gar nicht gehen. Wer sie trotzdem erhält, kann dem Versand widersprechen und den Vorgang melden.
Dürfen Vergleichsseiten Bewertungen vergeben?
Meinungen und Einordnungen sind erlaubt, irreführende Angaben nicht. Problematisch wird es bei Zahlen ohne Grundlage, etwa erfundenen Bewertungen oder Behauptungen über Auszahlungsfristen. Wer solche Angaben sieht, sollte die dahinterliegende Quelle verlangen, und wenn keine genannt ist, die Seite entsprechend einordnen.